Reallabor U-Space
Gefördert von
Für
Technische Universität Berlin
Unsere Leistungen
Leitung der Bürgerbeteiligung
Die Herausforderung
Das Reallabor U-Space Berlin untersucht den Einsatz von Drohnen für urbane Lieferprozesse – von medizinischen Proben bis zur Versorgung im Quartier. Dabei geht es nicht nur um technische Machbarkeit und Regulierung, sondern auch um die Frage, wie ein neuer Luftraum über der Stadt gesellschaftlich verhandelt werden kann.
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, ein hochkomplexes und oft abstraktes Thema frühzeitig verständlich zu machen: Welche Chancen entstehen für Logistik, Gesundheit und Stadtverkehr? Welche Bedenken gibt es zu Sicherheit, Lärm, Privatsphäre und Akzeptanz? Und wie kann Beteiligung stattfinden, bevor technische Entscheidungen bereits feststehen?





Die Taktik
Simon Wöhr unterstützt die TU Berlin bei der Entwicklung und Umsetzung einer mehrstufigen Beteiligungs- und Kommunikationsstrategie. Im Zentrum steht die Marke „Luftraum Stadt“: ein eigenständiger, niedrigschwelliger Zugang für Bürger:innen, Stadtgesellschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft – bewusst ergänzend zur stärker fachlich und wirtschaftlich ausgerichteten U-Space-Kommunikation.
In den vergangenen Monaten wurden dafür die Grundlagen gelegt: eine öffentliche Symposiumsreihe, die Konzeption einer Website und Diskursplattform, die Vorbereitung von Mini-Public-Formaten sowie die Entwicklung eines Beteiligungsinstruments zur partizipativen Flugrouten- und Landeplatzplanung. So wird der Diskurs schrittweise von allgemeinen Fragen des urbanen Luftraums hin zu konkreten Anwendungsfällen und räumlichen Entscheidungen geführt.
Das Ergebnis
Im Ergebnis entsteht ein Beteiligungsprozess, der techno-logische Innovation nicht nur erklärt, sondern gesellschaftlich einbettet. Unterschiedliche Perspektiven, lokale Wissensbestände und mögliche Konflikte werden frühzeitig sichtbar gemacht und strukturiert in das Reallabor eingebunden.
U-Space Berlin zeigt damit, wie neue Mobilitäts- und Logistikanwend-ungen im urbanen Raum transparent, dialogorientiert und verantwortungsvoll erprobt werden können. Aus Symposien, Beteiligungsplattform, Vor-Ort-Formaten und konkreten Planungs-tools sollen Leitlinien für den Umgang mit Urban Air Mobility in Berlin entstehen.
