Haus der Statistik
Auftraggeber
In Kooperation mit
selbst-initiiertes, zivilgesellschaftliches Engagement
Initiative Haus der Statistik (2015–17), heute ZUsammenKUNFT Berlin eG und KOOP5
Unsere Leistungen
Koordination und Aufbau der Initiative, Strategie und Kommunikation, Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit, Entwicklung von Organisationsstrukturen
Die Herausforderung
Das Haus der Statistik ist Ausgangspunkt für einen alternativen Weg der Stadtentwicklung. Nach mehr als zehn Jahren Leerstand sollte der DDR-Bau am Alexanderplatz zunächst verkauft und abgerissen werden. Eine Kunstaktion der Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser brachte 2015 eine andere Idee öffentlich ins Spiel: „Hier entstehen für Berlin: Räume für Kultur, Bildung und Soziales“.
Aus dieser Intervention entwickelte sich die Initiative Haus der Statistik – mit dem Ziel, gemeinsam mit Politik und Verwaltung ein gemischt genutztes Quartier für Kunst, Kultur, Soziales, bezahlbares Wohnen und Verwaltung mitten in Berlin zu entwickeln.


Die Taktik
Als Koordinator der Initiative war Simon Wöhr von 2015 bis 2017 maßgeblich daran beteiligt, aus einem Verbund von zunächst 13 Unternehmen, Vereinen und Netzwerken eine handlungsfähige und öffentlich wahrnehmbare Initiative zu entwickeln. Dafür wurden gemeinsame Strategien formuliert, interne Strukturen aufgebaut und ein kohärenter Außenauftritt geschaffen.
Zu den Aufgaben gehörten die Organisation öffentlicher Veranstaltungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, redaktionelle Inhalte für Website und politische Kommunikation sowie die Vorbereitung einer genossenschaftlichen Trägerstruktur. Entscheidend war, aus zahlreichen unterschiedlichen Akteur:innen eine gemeinsame Stimme für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des Areals zu formen.




Das Ergebnis
Aus einer zivilgesellschaftlichen Initiative ist ein langfristiges kooperatives Stadtentwicklungsprojekt geworden. Heute entwickeln Zivilgesellschaft und öffentliche Hand gemeinsam rund 46.000 m² BGF im Bestand und 66.000 m² Neubau.
Simon Wöhr ist bis heute Mitglied der ZUsammenKUNFT Berlin eG und begleitet die weitere Entwicklung des Quartiers aus der Genossenschaft heraus. Aktuell beschäftigt ihn insbesondere die Frage, wie das gemeinwohlorientierte Programm unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langfristig ermöglicht werden kann.